Der grosse wirtschaftliche Einfluss von FCZ und GC

Fussball ist die verbreitetste Sportart in der Schweiz und für viele Menschen ein wichtiges Freizeitvergnügen. Nebst 315‘000 aktiven Fussballerinnen und Fussballer besuchen jährlich rund 2 Mio. Besucherinnen und Besucher die Spiele der Super League. Viele professionelle Fussballclubs sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in ihrer Region und anhand ihrer Wertschöpfung und Anzahl Arbeitsplätze vergleichbar mit einem mittelgrossen Unternehmen. Die Swiss Football League (SFL) hat anhand der [i]Saison 2013/14 die Wertschöpfung von FCZ und GC im Kanton Zürich und in der Gesamtschweiz analysiert.

Fakten und Zahlen zu den Fussballclubs

Die beiden Zürcher Super-League-Clubs sind wirtschaftlich bedeutend im Kanton. Gemeinsam generierten GC und FCZ in der Saison 2013/2014 einen Umsatz von rund 130 Mio. Franken, davon drei Viertel oder rund 94 Mio. Franken im Kanton. Somit profitierte vor allem die kantonale Wirtschaft von den Zürcher Fussballclubs. Die [ii]Bruttowertschöpfung der beiden Clubs im Kanton betrug 53.6 Mio. Franken, schweizweit waren es rund 71 Mio. Franken. In der gleichen Saison haben rund 281'000 Besucherinnen und Besucher die Spiele besucht, davon mehr als zwei Drittel aus dem Kanton. Die auswärtigen Gäste generierten rund 16'600 Logiernächte. Insgesamt gaben die Besucherinnen und Besucher rund 9 Mio. Franken in Zusammenhang mit Club-Heimspielen aus, knapp zwei Drittel für die Verpflegung, jeweils mehr als zehn Prozent fielen für den Detailhandel und den Transport an. Auf Vollzeitstellen gerechnet beschäftigten FCZ und GC schweizweit 592 Personen, davon 436 Personen im Kanton, was rund drei Viertel der Beschäftigten ausmacht. Die ökonomischen Aktivitäten der Fussballklubs und ihres Umfeldes lösten Steuern und andere Abgaben an die öffentliche Hand von insgesamt 8.5 Mio. Franken aus.

GC und FCZ sind KMU

Auch wenn die Fussballclubs nicht gewinnorientiert handeln, sind sie mittelständische Unternehmen, die nach betriebswirtschaftlichen Regeln agieren müssen. Damit die Profi-Clubs ihren Betrieb nachhaltig führen können, brauchen sie Einnahmen, denn die Ausgaben sind vielzählig: Spielbetrieb, Stadionmiete, Sicherheits- und Polizeikosten, Investitionen, Personalkosten und vieles mehr. Gerade bei den Personalkosten betrifft dies nicht nur den Profifussball, da nur ein Teil der Angestellten im Profibetrieb arbeitet. Zu der Mehrheit auf der Lohnliste gehören viele Junioren-Trainer, Nachwuchsbetreuer, medizinisches Fachpersonen und zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Administration und im Fanshop – verteilt auf die Bereiche Nachwuchs, Frauen-, Jugend- und Kinderfussball sowie kantonale Stützpunkte.

Schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen

In Zürich sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Fussballclubs ungenügend. Da GC und FCZ im Letzigrund-Stadion nur Mieter sind, ist ihr Einfluss auf den Stadionbetrieb begrenzt – genauso wie die Einnahmemöglichkeiten. Den Grossteil der Stadionerträge vereinnahmen das stadtzürcherische Stadionmanagement respektive seine Geschäftspartner. Den Clubs entgehen so beachtliche Erträge aus dem Catering-Betrieb, der Vergabe von Namensrechten oder aus dem Biervertrag. Kein Profi-Club kann langfristig überleben, wenn er die umfassenden Einnahmen aus dem Stadionbetrieb nicht selber zu realisieren vermag. Und kein Fussballclub floriert allein mit Ticket-Einnahmen, die im Idealfall nur ein Drittel der Gesamteinnahmen ausmachen.

Anders wird es im neuen Stadion sein, das im Projekt Ensemble von privaten Investoren realisiert wird. Die beiden Zürcher Clubs werden es gemeinsam betreiben und die ihnen heute vorenthaltenen Erträge selber einnehmen. Das wird den Super-League-Clubs helfen, sich künftig noch zielgerichteter auf die fussballerische Entwicklung zu fokussieren und auch weiterhin in den Nachwuchs und den Spitzenfussball zu investieren.


[i] Die wirtschaftliche Leistung eines Fussballvereins kann von Saison zu Saison grosse Unterschiede aufweisen. Die hier analysierte Saison kann nur eingeschränkt mit anderen Saisons verglichen werden, da verschiedene saisonale Faktoren wie Zuschauerzahlen oder Erfolg in Wettbewerben den wirtschaftlichen Erfolg beeinflussen können. Hinzu kommt, dass je nach Saison die Anzahl Heimspiele variieren kann.

[ii] Die Bruttowertschöpfung entspricht dem Gesamtwert der produzierten Waren und Dienstleistungen, abzüglich der von Dritten bezogenen Vorleistungen wie z.B. Trainingsmaterial. Die Bruttowertschöpfung entspricht grundsätzlich dem Beitrag zum Bruttoinlandprodukt (BIP).

Der grosse wirtschaftliche Einfluss von FCZ und GC

Fussball ist die verbreitetste Sportart in der Schweiz und für viele Menschen ein wichtiges Freizeitvergnügen. Nebst 315‘000 aktiven Fussballerinnen und Fussballer besuchen jährlich rund 2 Mio. Besucherinnen und Besucher die Spiele der Super League. Viele professionelle Fussballclubs sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in ihrer Region und anhand ihrer Wertschöpfung und Anzahl Arbeitsplätze vergleichbar mit einem mittelgrossen Unternehmen. Die Swiss Football League (SFL) hat anhand der [i]Saison 2013/14 die Wertschöpfung von FCZ und GC im Kanton Zürich und in der Gesamtschweiz analysiert.

Fakten und Zahlen zu den Fussballclubs

Die beiden Zürcher Super-League-Clubs sind wirtschaftlich bedeutend im Kanton. Gemeinsam generierten GC und FCZ in der Saison 2013/2014 einen Umsatz von rund 130 Mio. Franken, davon drei Viertel oder rund 94 Mio. Franken im Kanton. Somit profitierte vor allem die kantonale Wirtschaft von den Zürcher Fussballclubs. Die [ii]Bruttowertschöpfung der beiden Clubs im Kanton betrug 53.6 Mio. Franken, schweizweit waren es rund 71 Mio. Franken. In der gleichen Saison haben rund 281'000 Besucherinnen und Besucher die Spiele besucht, davon mehr als zwei Drittel aus dem Kanton. Die auswärtigen Gäste generierten rund 16'600 Logiernächte. Insgesamt gaben die Besucherinnen und Besucher rund 9 Mio. Franken in Zusammenhang mit Club-Heimspielen aus, knapp zwei Drittel für die Verpflegung, jeweils mehr als zehn Prozent fielen für den Detailhandel und den Transport an. Auf Vollzeitstellen gerechnet beschäftigten FCZ und GC schweizweit 592 Personen, davon 436 Personen im Kanton, was rund drei Viertel der Beschäftigten ausmacht. Die ökonomischen Aktivitäten der Fussballklubs und ihres Umfeldes lösten Steuern und andere Abgaben an die öffentliche Hand von insgesamt 8.5 Mio. Franken aus.

GC und FCZ sind KMU

Auch wenn die Fussballclubs nicht gewinnorientiert handeln, sind sie mittelständische Unternehmen, die nach betriebswirtschaftlichen Regeln agieren müssen. Damit die Profi-Clubs ihren Betrieb nachhaltig führen können, brauchen sie Einnahmen, denn die Ausgaben sind vielzählig: Spielbetrieb, Stadionmiete, Sicherheits- und Polizeikosten, Investitionen, Personalkosten und vieles mehr. Gerade bei den Personalkosten betrifft dies nicht nur den Profifussball, da nur ein Teil der Angestellten im Profibetrieb arbeitet. Zu der Mehrheit auf der Lohnliste gehören viele Junioren-Trainer, Nachwuchsbetreuer, medizinisches Fachpersonen und zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Administration und im Fanshop – verteilt auf die Bereiche Nachwuchs, Frauen-, Jugend- und Kinderfussball sowie kantonale Stützpunkte.

Schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen

In Zürich sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Fussballclubs ungenügend. Da GC und FCZ im Letzigrund-Stadion nur Mieter sind, ist ihr Einfluss auf den Stadionbetrieb begrenzt – genauso wie die Einnahmemöglichkeiten. Den Grossteil der Stadionerträge vereinnahmen das stadtzürcherische Stadionmanagement respektive seine Geschäftspartner. Den Clubs entgehen so beachtliche Erträge aus dem Catering-Betrieb, der Vergabe von Namensrechten oder aus dem Biervertrag. Kein Profi-Club kann langfristig überleben, wenn er die umfassenden Einnahmen aus dem Stadionbetrieb nicht selber zu realisieren vermag. Und kein Fussballclub floriert allein mit Ticket-Einnahmen, die im Idealfall nur ein Drittel der Gesamteinnahmen ausmachen.

Anders wird es im neuen Stadion sein, das im Projekt Ensemble von privaten Investoren realisiert wird. Die beiden Zürcher Clubs werden es gemeinsam betreiben und die ihnen heute vorenthaltenen Erträge selber einnehmen. Das wird den Super-League-Clubs helfen, sich künftig noch zielgerichteter auf die fussballerische Entwicklung zu fokussieren und auch weiterhin in den Nachwuchs und den Spitzenfussball zu investieren.


[i] Die wirtschaftliche Leistung eines Fussballvereins kann von Saison zu Saison grosse Unterschiede aufweisen. Die hier analysierte Saison kann nur eingeschränkt mit anderen Saisons verglichen werden, da verschiedene saisonale Faktoren wie Zuschauerzahlen oder Erfolg in Wettbewerben den wirtschaftlichen Erfolg beeinflussen können. Hinzu kommt, dass je nach Saison die Anzahl Heimspiele variieren kann.

[ii] Die Bruttowertschöpfung entspricht dem Gesamtwert der produzierten Waren und Dienstleistungen, abzüglich der von Dritten bezogenen Vorleistungen wie z.B. Trainingsmaterial. Die Bruttowertschöpfung entspricht grundsätzlich dem Beitrag zum Bruttoinlandprodukt (BIP).