Aktueller Projektstand

Warum auf dem Hardturm-Areal noch keine Bagger auffahren dürfen

Der politische Prozess wurde im Prinzip mit der klaren Zustimmung der Stadtzürcher Stimmbevölkerung in der Referendumsabstimmung vom 27. September 2020 abgeschlossen. Im Prinzip deshalb, weil immer noch zwei Stimmrechtsbeschwerden beim Bundesgericht in Lausanne hängig sind. Die Vorinstanzen haben beide Beschwerden bereits 2021 abgewiesen. Die Beschwerdeführer zogen aber diese Urteile weiter. Da das Bundesgericht zu laufenden Verfahren keine Stellung nimmt, ist auch für das Projektteam unklar, wann mit der letztinstanzlichen Behandlung der Beschwerden gerechnet werden kann.

Mehrstufiger Genehmigungsprozess

Der Gestaltungsplan befindet sich wiederum beim Kanton Zürich entsprechend der Projektierung im Genehmigungsverfahren. Das ist ein formeller Prozess, der - sobald die Stimmrechtsbeschwerden erledigt sind - zügig abgeschlossen werden kann. Danach wird der Gestaltungsplan durch die Stadt Zürich in Kraft gesetzt. Dagegen kann innert einer gewissen Frist wieder Beschwerde erhoben werden. Bleiben Beschwerden aus bzw. werden diese abgewiesen, kann das Projekt in die Bauphase überführt werden mit Einreichen des Baugesuches. Gegen dessen Erteilung kann noch einmal - allerdings nur noch in eingeschränkter Form - rekuriert werden. Bleiben auch hier Beschwerden aus bzw. werden solche letztinstanzlich abgewiesen, kann mit dem Bau begonnen werden.

Das Projektteam rechnet derzeit im günstigen Fall mit einem Baubeginn ca. 2023/24, im schlechteren Fall mit einer Verzögerung um 2-4 Jahre.

Ärgerlich für Sportfans und die Bevölkerung

Ungeachtet demokratisch gefällter Entscheidungen ist es möglich, dass sich die Realisation von Bauprojekten in der Schweiz durch (mitunter auch aussichtslose) rechtliche Einsprachen in die Länge zieht. Das wird in der Planung durch die Projektpartner bereits mitbedacht, ist aber natürlich für die Bevölkerung, die Sportfans und ganz generell die Menschen, die z.B. eine Wohnung mieten möchten oder einen Gewerberaum, sehr ärgerlich - zumal es sich oft um einige wenige Rekurenten und deren Partikularinteressen handelt.

Das Projektteam ist trotz dieser Umstände aber sicher, dass die Credit Suisse Arena, die Genossenschaftswohnungen und die Wohn- und Gewerbetürme mit den entsprechenden Freiflächen zugunsten der ganzen Quartierbevölkerung wie geplant realisiert werden können.