Fast ein Wald und ein kleines Sonnenkraftwerk

Nachhaltigkeit stand bei der Projektierung von Ensemble im Vordergrund. Auf dem Dach der «Credit Suisse Arena» und der ABZ-Siedlung sollen Photovoltaik-Anlagen installiert werden, ebenso sind solche in den Fassaden der zwei Wohn- und Gewerbetürme vorgesehen. Zwar erreicht das Projekt nicht netto Null beim CO2-Austoss. Aber die heute schon zu 80 Prozent CO2-neutrale Fernwärme, die Photovoltaikanlagen auf dem Areal und 100 Prozent Naturstrom der EWZ bilden die besten Voraussetzungen dazu.

Strenge Vorgaben

Die Wohn- und Geschäftsräume orientieren sich je nach Nutzung am SIA-Merkblatt 2040. Der SIA-Effizienzpfad Energie bildet die Basis für die Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft im Gebäudebereich. Die Raumheizung erfolgt über Fernwärme. Die beiden Hochhäuser werden nach Minergiestandard 2017 und greenproperty (CS-eigenes Label) zertifiziert. Die Genossenschaft strebt die Ausschlusskriterien nach Minergie-P-ECO an.

Um- statt Wegzug

Auf den Vorsprüngen der Türme entstehen Grünzonen, und auf den Freiflächen werden rund 80 grosskronige Bäume gepflanzt - Eichen, Eiben, Fichten, Eschen. Es sind dies einheimische Sorten, wie sie auch auf den Hardhöfen und entlang der Limmat wachsen. Die bereits auf dem Areal lebenden Tiere dürfen bleiben; sie werden an geeignete Orte umgesiedelt.

ÖV und Velo statt Auto und Stau

Für eine energie- und emissionsarme Mobilität sorgen die Zentrumsnähe und die hervorragende Anbindung des Areals an den ÖV der Stadt Zürich. Drei Tramlinien und eine S-Bahn-Station erschliessen die Wohn- und Gewerbebauten sowie die «Credit Suisse Arena». Die Anbindung des Areals an die Innenstadt und an die weiter entfernten Wohnquartiere ist auch für Velofahrer und Fussgänger hervorragend. Das reduziert den motorisierten Zubringerverkehr massiv. Daher genügen für Bewohnerinnen und Bewohner auch lediglich 0.35 Parkplätze pro Wohneinheit. So liess sich die Anzahl vorgeschriebener Parkplätze im Laufe des Projektes noch einmal um rund 100 auf 680 reduzieren, wobei die 250 des Stadions nur dann genutzt werden dürfen, wenn eine Veranstaltung stattfindet. Die Abstellplätze für Velos konnten dagegen von 2’664 auf 2’920 erhöht werden.

50 Prozent bleiben unbebaut

Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Freiflächen gelegt. Diese betragen rund 50 Prozent des Gesamtareals, die Hälfte der Fläche ist also unbebaut und öffentlich zugänglich. Dieser hohe Wert wird durch die zwei Wohn- und Gewerbetürme erzielt, die eine deutlich geringere Fläche beanspruchen als andere Bautypen. Anders als z.B. Blockrandbebauungen reduzieren sie auch den Hitzestau am Boden, weil sie Schatten spenden und die Luftzirkulation begünstigen.